Impressionen

   

 

 

 



AGILITY

   Diese Sportart stammt ursprünglich aus England, wo sie ca. 1977 anlässlich der Cruft´s Dog Show als
   Showeinlage entwickelt wurde. Mittlerweile hat Agility seinen Weg quer über den Globus gefunden und sich
   auch im Hundesportgeschehen in Deutschland fest etabliert. Wie beim Springreiten handelt es sich bei einem Agility-   Parcours um eine, in der Anordnung der Hindernisse stets wechselnde Hindernisbahn mit 12 bis 20 Geräten mit
   einer Länge von 100 bis 200 Meter. Die Reihenfolge der Hindernisse wird durch Nummern gekennzeichnet.
   Vorrangiges Ziel ist es, den Parcours fehlerfrei zu bewältigen und in zweiter Hinsicht in der bestmöglichen Zeit. An
   Geräten kann der Parcours verschiedene Hindernisse beinhalten - wie den Weitsprung, den Reifen, verschiedene
   Hürden, den Tisch, die Mauer oder das Viadukt, außerdem Kontaktzonen-Hindernisse (A-Wand, Wippe,
   Laufsteg), bei denen der Hund den andersfarbige Auf- und Abstiegs-Bereich der Geräte betreten muss sowie den
   Slalom und den Tisch, auf dem der Hund je nach Leistungsstufe Platz, aber auch die Position Sitz oder Steh
   einnehmen muss.
   Beim Jumping werden keine Kontaktzonengeräte aufgestellt. In Deutschland dürfen Hunde mit einem Mindestalter
   von 18 Monaten nur nach bestandener Begleithundeprüfung oder an offiziellen Wettbewerben teilnehmen. Gestartet
   wird in den anerkannten Prüfungsklassen A1, A2, A3. Daneben gibt es für die "Oldies" die Senioren-Klasse.
   Benotet wird in allen Klassen wie folgt: Vorzüglich bei 0-5,99 Fehlerpunkten, sehr gut bei 6-15,99 Fehlerpunkten,
   gut bei
   16-25,99 Fehlerpunkten, ab 26 Fehlerpunkte wird das Team nicht bewertet.

   Der erste offizielle Prüfungslauf erfolgt in der FCI-Leistungsstufe A1. Erst nach dreimaligen V mit  null Fehler-
   punkten unter zwei verschiedenen Richtern mit einer Platzierung unter den besten drei Startern erfolgt die Einstufung
   der Leistungsstufe A2, das gleicht gilt für den Aufstieg in die A3.

   Damit alle Hunde, ob groß oder klein, an den Wettbewerben teilnehmen können, wird in drei Größenkategorien
   gestartet. Hunde unter 35 cm starten in der Kategorie Small, Hunde von 35cm bis 42,99cm starten in Medium, alle
   Hunde, die diese Schulterhöhe übersteigen, starten in der Kategorie Large.  Die einzelnen Sprunghöhen bzw. Höhe
   der Geräte wird den einzelnen Kategorien angepasst. Bei den Senioren erfolgt ebenfalls eine Anpassung der Geräte.

   Die Ausbildung des Hundes bis zur Wettkampf-Reife ist für Mensch und Hund sehr abwechslungsreich.  Die
   einzelnen Geräte werden in unterschiedlicher Reihenfolge im Training gestellt, so dass Hund und Hundeführer immer
   neue Aufgaben zu bewältigen haben. Die gesamte Ausbildung basiert auf Motivation, eben "gezieltem Spiel". Da die
   Hunde frei, also ohne Leine und Halsband, nur durch Zurufe und vor allem durch Körpersprache, ohne den Hund
   dabei zu berühren, durch die teilweise sehr dicht stehenden Hindernisse auf den richtigen Weg geführt werden
   müssen, ist eine enorme Bindung und Verständnis zwischen Hund und Mensch Grundvoraussetzung. Dieses
   gegenseitige Verständnis hat auch im Alltag positive Konsequenzen.